Aktie der Woche

HSBC
(923893)
Bank

Seite nicht gefunden | Trendstocks Reloaded

Zur Charttechnik:
Ein imposanter Chartverlauf. Trotz zwischenzeitlich starker Korrekturen kann man deutlich erkennen, daß der langfristige Aufwärtstrend (aktuell ca. 5,8 Euro) nach wie vor intakt ist. Obwohl es sich hier um einen Bankwert handelt, konnte man mit der HSBC Aktie innerhalb der vergangenen 10 Jahre eine Rendite von über 1.500 % erzielen.
Chancen: Aktuell liefern u.a. das Momentum und der MACD klare Kaufsignale. Wie schon Ende 1996, wo eine charttechnisch ähnliche Konstellation herrschte wie derzeit, durchbrach das Momentum seinen bisherigen Höchststand (rote vertikale Markierung). Der MACD zeigt ebenfalls einen ähnlichen Chartverlauf. Auch hier wurde (wie 1996) aktuell ein zweites Kaufsignal generiert (blau markiert). Wenn man nun auch den deutlichen Ausbruch aus einer mittelfristigen Konsolidierung im Chartverlauf berücksichtigt, kann man von weiter steigenden Kursen ausgehen. Legt man die Entwicklung von 1996/1997 zugrunde, sind kurzfristig 20 Euro vorstellbar.
Wir (Trendstocks Team) halten bis Ende 2001 Kurse bis 30 Euro für erreichbar.
Risiken: Wichtig sind hier die (rot eingezeichneten) Unterstützungen und die (grün eingezeichneten) Aufwärtstrends. Kurz- bis mittelfristig sollten neben dem 200 Tage Durchschnitt (aktuell ca. 12,6 Euro) auch die steilen Aufwärtstrends (Chart ca. 12 Euro, Momentum ca. 5) beobachtet werden. Sollten diese nicht halten, sind die Unterstützungen (Chart ca. 11 Euro, Momentum ca. 7) das nächste Ziel. Erst wenn der langfristige Aufwärtstrend (aktuell ca. 5,8 Euro) erreicht wird, sollte man ein langfristiges Investment in HSBC überdenken. Hier sollten dann ebenfalls beim Momentum (< -4) und beim MACD (< -0,06) neue Tiefpunkte generiert werden, um sich von den Aktien endgültig zu trennen.
Wir erwarten auf langfristige Sicht jedoch nur ein Korrekturpotential bis zur genannten Unterstützung bei ca. 11 Euro. Schließt man auch den logarithmischen Chartverlauf (hier nicht dargestellt) in die Betrachtung mit ein, sollte selbst bei einem größeren Einbruch der Aufwärtstrend bei aktuell ca. 8 Euro halten.

Zum Unternehmen:
HSBC (Hong Kong and Shanghai Bank Corporation)- Die (nach Börsenwert) größte Bank der Welt.
Die britisch- asiatische Bank- Holding wurde im 19. Jahrhundert in Fernost von einem Schotten gegründet. Nach vielen Jahren als Kolonialbank entwickelte sie sich inzwischen zu einer in über  80 Ländern operierenden Großbank. In dieser Zeit kaufte die Holding unzählige Unternehmen bzw. beteiligte sich an ihnen; derzeit hält die HSBC so z.B. 73,5% an der börsennotierten HSBC Trinkaus & Burkhardt KGAA. Es ist besonders auffällig, daß bei diesen Übernahmen bisher kaum ein Flop zu beobachten war. Dies ist u.a. auf den Präsidenten und CEO Sir John Bond zurückzuführen, der es in der Vergangenheit verstand, die Holding auch zum größten Finanzdienstleister in Großbritannien zu machen.
Das Hauptgeschäft wird derzeit zu je 40% in Asien und Europa generiert. Hier bietet die Holding ein umfassendes Angebot an Finanzdiensten an; dieses umfasst u.a. Bankgeschäfte für Privatkunden und Unternehmen, Privat- und Investmentbanking und das Kredit- und Versicherungsgeschäft. So hat es CEO Bond über viele Jahre geschafft, sowohl eine stabile Gewinnentwicklung, als auch eine konstant günstige Bewertung zu erreichen. Erst vor wenigen Wochen überraschte die Holding die Analystenwelt erneut mit erfreulichen Zahlen. Im ersten Halbjahr 2000 konnte man nicht nur eine Steigerung des Vorsteuergewinns von 28% (im Vergleich zum Vorjahr) auf 5,2 Milliarden Dollar vorweisen, sondern auch im lukrativen Investmentbanking- Bereich den Vorsteuergewinn um 165% auf 291 Millionen Dollar steigern. Dieser erneute Rekordgewinn wurde durch drastisch zurückgegangene Kosten für Problemkredite (66% auf 368 Millionen Dollar), das forcierte Geschäft mit den vermögenden Privatkunden und erfolgreiche Akquisitionen möglich.
Somit ergibt sich auch ein im Branchenvergleich günstiges 2000er KGV von ca. 19, und ein 2001er KGV von ca. 17. Auch die Dividendenrendite kann sich seit Jahren sehen lassen: ca. 3%. Zum Vergleich: Die Deutsche Bank hat derzeit ein 2000er KGV von 19, und ein 2001er KGV von 16, allerdings eine Dividendenrendite von knapp 1,5%! Auch die Marktkapitalisierung sollte berücksichtigt werden: HSBC kommt auf ca. 130 Milliarden Dollar, die Deutsche Bank auf ca. 54 Milliarden Dollar!
Das ein Unternehmen von dieser Größe (die HSBC verwaltet immerhin ein Gesamtvermögen von ca. 239 Milliarden Dollar) auch in den wichtigsten Indizes vertreten ist, versteht sich von selbst; hierzu zählen u.a. der britische BlueChip Index "FTSE 100", der Index für die weltgrößten Unternehmen der renommierten Ratingagentur Standard& Poor´s "S&P Global 100", der europäische BlueChip Index "Stoxx 50" und der Index für die weltgrößten Unternehmen der bekannten Verlagsgruppe Dow Jones "DJ Global Titans".
Aber auch für die Zukunft hat sich die Holding viel vorgenommen. So will man, laut CEO Bond, u.a. die weltweit führende Internetbank werden. Um dieses Ziel möglichst schnell zu erreichen, hat man erst kürzlich ein Joint Venture mit Merrill Lynch geschlossen. Deshalb fließt auch in die Informationstechnologie der größte Teil der geplanten Investitionen. In diesem Zusammenhang hat man auch vor einiger Zeit die Tochter Pulsiv.com, einen Discount-Broker ins Rennen geschickt. Als weitere Ziele sieht man die Konsolidierung der weltweiten Aktivitäten, Rationalisierungen, Akquisitionen, und ein breiteres Angebot in der Vermögensverwaltung an.

Seite nicht gefunden | Trendstocks Reloaded

Analystenurteile:
Die Analysten sind unterschiedlicher Meinung über die weitere Entwicklung der HSBC Aktie. Während Lehman Brothers das Unternehmen als "fair bewertet" ansieht, und "im Branchenvergleich kein weiteres Potential" erwartet (8.8.2000), bestätigt Morgan Stanley Dean Witter ihr Urteil OUTPERFORM (7.8.2000). Auch die Analysten von Schroder Salomon Smith Barney urteilen OUTPERFORMER (10.8.2000). Die WGZ Bank sieht jedoch derzeit "keinen Handlungsbedarf". "Langfristig dürfte sich das Institut aber gut behaupten", da man "strategisch gut positioniert" sei (1.8.2000).
Auch die Fachpresse urteilt größtenteils positiv über die weiteren Aussichten der HSBC Aktie. So schätzen die Experten des Wirtschaftsmagazins "Capital" das Haus als eine der "15 besten Banken" international ein. Man zitiert hier sogar das angesehene Fachmagazin "Euromoney": "Die Bank erfüllt, was sich andere zum Ziel setzen!" Abschließend urteilen die Capital- Experten, daß das Haus HSBC "gut gemanagt, fokussiert und vor allem international positioniert" sei (17/2000).
Auch die Experten der Anlegerzeitschrift "Die Telebörse" meinen, daß "die Unternehmensstrategie, die Gewinnphantasie, und kurstechnische Gesichtspunkte überzeugen". Insgesamt trauen die Experten der HSBC Aktie weiteres Kurspotential zu (31/2000).

Fazit:
Unserer (Trendstocks Team) Meinung nach ein Basisinvestment in jedem langfristig orientierten Asien- Portfolio. Anleger, die langfristig vom zu erwartenden Aufschwung in Asien profitieren wollen, einen günstig bewerteten asiatischen Wert suchen, und international in eine gut positionierte und aussichtsreiche Bankaktie investieren wollen, kommen an der HSBC Holding nicht vorbei.
 

Copyright 2000. Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieser Webseiten darf ohne schriftliche Genehmigung der Trendstocks GbR vervielfältigt oder verbreitet werden.